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Sonntag, den 19.11.2017
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Sankt Viti Kirche - Wechmar



Der Ort Wechmar, durch Bonifatius 725 christianisiert, wurde von Kaiser Otto I
im Jahre 925 besucht, Otto II hielt hier sogar einen Hoftag ab.

Schon in alten Schriften sind Kapellen im Ort erwĂ€hnt. Die St. Viti Kirche wurde 1842/43 nach PlĂ€nen von KĂŒhn erbaut und zeigt ein einheitlich aufwendiges oktogonales Schiff mit schmalen Risaliten und hohen Rundbogenfenstern. Vor der Ostseite erhebt sich ein querhausartiger Vorbau und die Treppenanlage, mittig darĂŒber erhebt sich der 63 Meter hohe Turm mit einem Spitzhelm. Auf etwa halber Höhe des Turmes ist ein Rundgang, von dem man einen weiten Blick ins Land hat.

Am 7. November 1843 wurde die St. Viti Kirche eingeweiht. Ihren Namen erhielt sie nach St. Veit, dem Schutzheiligen gegen Feuergefahr.Die Ostseite der Kirche ist als reprĂ€sentative Fassade mit drei rundbogigen Portalen versehen, die in ornamentierte romanisierende GewĂ€nde eingefĂŒgt sind.

Die St. Viti Kirche ist der letzte und grĂ¶ĂŸte Zentralbau des 19. Jahrhunderts in ThĂŒringen. Im Inneren zeigt sich eine weitrĂ€umige Gestaltung, die durch die Lang-Rundform des Kirchenschiffes  ermöglicht wird. Über den zwei umlaufenden Emporen bedeckt eine flache Kuppel den Innenraum.

Kanzel und Altar stehen an der Westseite der Kirche, gegenĂŒber dem reprĂ€sentativen Kircheneingang. Die Kirche, die 1994 zuletzt renoviert wurde, nachdem der Turm neu eingedeckt worden war, besticht durch ihre schlichte, aber sehr gefĂ€llige Gestaltung. In der Vorhalle befindet sich ein großes Kruzifix aus der Zeit um 1500.

Das große Buntglasfenster im Altarraum stammt von 1843 und ist eine Arbeit von Kellner und Sohn, NĂŒrnberg. Auf dem Fenster ist die Sage vom Grafen Gleichen und darunter die Verbrennung der Bannbulle durch Martin Luther dargestellt. Optisch symmetrisch von diesem beeindruckenden Buntglasfenster mit einem ausgewogenen Rundbogen ziehen zwei etwa ein Drittel kleinere ÖlgemĂ€lde den Blick des Besuchers auf sich. Die Rahmen beider GemĂ€lde haben die gleiche Form wie das Buntglasfenster. In den Altarraum blickend stellt das linke GemĂ€lde Martin Luther und das rechte GemĂ€lde Philipp Melanchthon dar.

Die Kanzel ist in die umlaufende untere Empore eingefĂŒgt, fĂŒnfeckig hervorspringend. Die GemĂ€lde auf den Kanzelverkleidungen stellen Jesu Christus und die Apostel dar.Rechts und links der Kanzel finden wir wunderschöne  Portalwappen derer von Hohenlohe-Sachsen und derer von Gleichen.

Rechts und links neben dem Altar vervollkommnen zwei große ÖlgemĂ€lde des Gothaer Hofmalers Emil Jakob, die Geburt Christi und die Auferstehung Christi darstellend, das Ensemble des Altarraumes.

Die Orgel wurde 1856 von der Firma Ratzmann gebaut und hat fĂŒr ihre Art einen sehr guten Klang.

 

 
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