Herzlich Willkommen im Thüringer Burgenland "Drei Gleichen"
Samstag, den 18.11.2017
Wandersleben Mühlberg
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Historie

Die Entstehung der MĂŒhlburg reicht zurĂŒck bis in das ThĂŒringer Königreich, das im Jahr 531 durch die Franken unterworfen wurde. In diese Zeit fĂ€llt auch das wechselvolle Schicksal der heiligen Radegunde, deren Heimat unser heutiges „ThĂŒringer Burgenland Drei Gleichen“ war. Sie war die letzte ThĂŒringer Königstochter und wurde als Kriegsbeute vom Frankenkönig Chlothar entfĂŒhrt. Er lĂ€sst sie fĂŒr damalige VerhĂ€ltnisse sehr fortschrittlich erziehen und verpflichtet sie zur Ehe. Als ihr Bruder durch Chlothars Mannen zu Tode kommt, flieht Radegunde vom Königshof. Bischof Medardus weiht sie zur Diakonin, was gleichzeitig auch Scheidung von Chlothar bedeutet. Sie grĂŒndet  eine freie Gemeinschaft von Frauen und MĂ€dchen zur Pflege Notleidender und Kranker. Daraus entsteht vor den Toren von Poitiers eines der ersten Klöster. Es erhielt den Namen „Sainte Croix“ und besteht heute noch.

Die Radegundiskapelle auf dem GelĂ€nde der MĂŒhlburg wurde wahrscheinlich von den ersten christlichen Grundherren der Gegend, den Mönchen des Klosters Echternach, geschaffen und von Meinhard I. von MĂŒhlberg um 1140 neu errichtet. Heute sind nur noch die Grundmauern sichtbar. JĂ€hrlich am Sonntag, der dem 13. August, dem Todestag von Radegunde, am nĂ€chsten liegt, steigt nach dem ökumenischen Gottesdienst in der MĂŒhlberger Sankt Lukas Kirche eine Prozession, „Gemeinsamer Weg“ genannt, hinauf zur Kapelle, um ihr Andenken zu ehren.

Eine weitere bedeutende historische Persönlichkeit, die als Herrscher auf der MĂŒhlberg lebte, ist Graf Meinhard III. Er reiste im Jahr 1211 als Vertrauter des Landgrafen Hermann von ThĂŒringen als Brautwerber fĂŒr dessen Sohn Ludwig nach Ungarn und brachte die vierjĂ€hrige Elisabeth, spĂ€ter die „Heilige Elisabeth von ThĂŒringen“ auf die Wartburg.

Die MĂŒhlburg ist heute nur noch eine Ruine. Aber sie beherbergt liebevoll gestaltete MuseumsrĂ€umlichkeiten, die interessante Details des historischen Alltagslebens prĂ€sentieren und Auskunft zu den geologischen Besonderheiten der Region geben.

Vom BurggelĂ€nde selbst und vom Bergfried kann man einen herrlichen Ausblick in die Weiten des „ThĂŒringer Burgenlandes Drei Gleichen“ genießen.

Die MĂŒhlburg ist Eigentum der Gemeinde MĂŒhlberg und wird vom Marienstift Arnstadt als PĂ€chter bewirtschaftet. Einen kleinen Imbiss kann man jederzeit am rustikalen Holztisch einnehmen.

Die MĂŒhlburg gehört zum EU-Projekt TRANSROMANICA, welches das kulturelle Erbe der Epoche der Romanik bewahrt, den historischen Alltag erschließt und die Bedeutung der Kirche fĂŒr das individuelle und gesamtgesellschaftliche Leben im Mittelalter darlegt. Die TRANSROMANICA ist eine der europĂ€ischen Kulturrouten.

 
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