Herzlich Willkommen im Thüringer Burgenland "Drei Gleichen"
Mittwoch, den 22.11.2017
Wandersleben Mühlberg
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Historie

Die urkundliche Ersterwähnung der Mühlburg reicht zurück in das Jahr 704. Dort gibt es noch keine Hinweise auf das Vorwerk obwohl sicher schon wirtschaftliche Gebäudeteile präsent waren. In einer „Mainzer Heberolle“ aus dem 13. Jahrhundert sind die ersten Informationen zum Vorwerk als Wirtschaftshof für die Mühlburg zu finden.

Im Vorwerk und auf den umliegenden Ländereien mussten die Mühlberger Frondienste verrichten. Einen bedeutenden Fortschritt für die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen im Vorwerk war im Jahr 1610 der Fund von Quellwasser am Schlossberg. Es wurde zum Vorwerk geleitet und noch heute ist der Vorwerksbrunnen als historisches Kleinod zu bestaunen.

Der Scheunenkomplex wurde bis weit in das 20. Jahrhundert als Erntescheune und Schafstall genutzt. 1925 entstand im westlichen Teil eine Turnhalle, in der sich noch heute die Mühlberger jeglichen Alters sportlich betätigen.

Mitte der 90-er Jahre des 20. Jahrhunderts konnten umfangreiche Mittel für die Sanierung des Vorwerkgeländes, insbesondere des Scheunenkomplexes, zur Verfügung gestellt werden. Über drei Ebenen bietet die Kulturscheune auf 250m² eine Ausstellungsfläche in ganz besonderem Ambiente, die sehr gern von Malern, Bildhauern und Photografen zur Präsentation von Ausstellungen genutzt wird. Künstler aus allen Himmelsrichtungen von Rügen bis zum Bodensee sind in der Kulturscheune herzlich willkommene Gäste. Im Rhythmus von vier Wochen werden den Besuchern der Kulturscheune ständig wechselnde Ausstellungen geboten und jede Vernissage ist ein ganz neues Erlebnis.

Eine Ausstellung ist Dauergast in der Kulturscheune. Im Rahmen des Projektes „Nationaler GeoPark ThĂĽringen Inselsberg – Drei Gleichen“ und der damit verbundenen Installierung von Geo-Informationsstellen hat der Trias-Verein-ThĂĽringen einen wunderbaren Ausstellungskomplex „Trias – ThĂĽringen vor 230 Millionen Jahren“ konzipiert. Lebensnah wurden Tiere der „Dreiheit“ (Trias) rekonstruiert. So kann man beispielsweise den Quastenflosser bewundern, der in der Nähe von MĂĽhlberg gefunden wurde. Mittelpunkt der Ausstellung ist die Nachbildung eines  230-Millionen-Jahre-alten Lebensraumes in ThĂĽringen. Eine Herde Ammonshörner auf Nahrungssuche zieht, begleitet vom Quastenflosser, ĂĽber den flachen Meeresgrund. Ebenso faszinieren Rekonstruktionen zweier ausgestorbener Haiarten und eines Germanonautilus sowie der Vergleich von Fossilien mit ihren heute noch lebenden Verwandten. Auch zu allen anderen SehenswĂĽrdigkeiten des Geoparkes sowie zu den Angeboten des jährlichen „Tag des Geotopes“, zu geologischen Wanderungen und FĂĽhrungen u. v. a. m. erhält man in der Kulturscheune umfassende Informationen.

Die Kulturscheune hat sich neben dem Ausstellungszentrum auch zu einer beliebten KleinkunstbĂĽhne entwickelt. Musiker, Schauspieler, Kabarettisten und Literaten haben dieses besondere Domizil fĂĽr sich entdeckt und so ist es gelungen, fĂĽr den Jahreslauf ein ansprechendes Programm zu konzipieren.

 
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