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Samstag, den 18.11.2017
Wandersleben MŘhlberg
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Freudenthal bei Wandersleben

Unter der Ruine der Burg Gleichen steht am Fu├č des Berges ein einsames Wirtshaus, "zum Freudenthal" genannt, und diesen Namen f├╝hrt die St├Ątte seit langen Zeiten. Es geht eine Sage unter dem Volk jener Gegend: 
 
"Die Sage vom zweibeweibten Grafen von Gleichen" 
 
Erste Urspr├╝nge der einst so beliebten Ausflugsgastst├Ątte bei Wandersleben liegen wohl im 12. Jahrhundert. M├Âglicherweise sind Teile der Kelleranlage aus dieser Zeit noch erhalten. ├ťber die Geb├Ąude selbst ist nichts ├╝berliefert. Von 1585 bis 1589 erfolgte der Aufbau eines Vorwerkes zur Versorgung der Burg Gleichen.



Eine ausgedehnte Hofanlage mit M├╝hle, Obstgarten, Hopfen- und Weinbergen, Brauhaus und dem sogenannten Eselsbrunnen wurden geschaffen. Vom Brunnen aus wurde die Burg mittels Transport des Wassers auf Eselr├╝cken mit dem kostbaren Na├č versorgt. Zugleich diente der Hof bereits damals als Ausspanne f├╝r Fuhrleute und H├Ąndler auf dem Weg nach S├╝den und Osten. Zu dieser Zeit sind Vowerk und Burg noch im Besitz der Grafen von Gleichen, welche 1588 auf der Burg das neue Herrenhaus errichten lassen.

1632 erh├Ąlt der Wanderslebener Sigmund Heu├čner das Vorwerk als Teil einer Schenkung vom Schwedenk├Ânig Gustav Adolf, in dessen Diensten er stand. Mitte des 17. Jahrhunderts kommt es zu Erbstreitigkeiten zwischen Kurmainz, den Grafen von Hatzfeld und den Schwarzburger Grafen, in denen es auch um das immer noch beachtliche Gut Freudenthal geht. Letztendlich setzt der Niedergang ein. W├Ąhrend des 18. Jahrhunderts sagt man den verschiedenen Wirtsleuten immer wieder Verbindungen zu R├Ąuberbanden nach, Bettler und Zigeuner gehen ein und aus.

In der Zeit von 1806 bis 1814 leidet das Freudenthal ebenso wie die Burg und die ganze Umgebung unter der napoleonischen Besatzung und Einquartierung. Die Burg ist zu diesem Zeitpunkt bereits eine Ruine. 1816 geht der Besitz an den Generalfeldmarschall M├╝ffling ├╝ber, der 1818 laut ├ťberlieferungen einen kompletten Neubau errichten lie├č, was jedoch angesichts teilweise erheblich ├Ąlterer vorhandener Bausubstanz anzuzweifeln ist. 1835 f├Ąllt die Dom├Ąne Wandersleben mit dem Freudenthal an den Herzog von Sachsen - Coburg - Gotha.

Die Inneneinrichtung des Hauptgeb├Ąudes des Freudenthales wird 1920 komplett erneuert. 1934 schenkte der Gothaer Herzog Burg Gleichen und das Freudenthal der Stadt Erfurt, welche von da ab das Freudenthal bis 1993 durch P├Ąchter bewirtschaften lie├č.

1996 kaufte das GKZ - Ingenieurb├╝ro die gesamte Immobilie des Freudenthales von der Stadt Erfurt und begann mit dem Umbau und der Sanierung der historischen Gastst├Ątte. Von August 2004 bis Herbst 2013 war Herr Jan Zysno Hausherr im Freudenthal, er gestaltet das Areal im historischen Stiel um.

Im M├Ąrz 2014 sind neue P├Ąchter eingezogen. Ehepaar Heike Prescher und Kai Heinemann f├╝hren den Gasthof unter dem Motto

ÔÇ×Th├╝ringen k├╝sst FrankenÔÇť.

 





 
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