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Sonntag, den 19.11.2017
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Sankt Lukas Kirche - M├╝hlberg




Die Sankt Lukas Kirche in M├╝hlberg

Die von der Urkundenlage her sehr alte M├╝hlberger Kirche pr├Ągt bis zum heutigen Tage das Dorfbild. Da in einem Kirchenraum pr├Ągende Stunden des Lebens begangen werden und in einer Kirche sichtbar das Lob Gottes zum Ausdruck gebracht wird, entfalten schon zu allen Zeiten Kirchen festlichen Glanz.

Die hiesige Kirche wurde in der Barockzeit innen neu gestaltet. Sie bietet den gottesdienstlichen Raum seit circa 300 Jahren unver├Ąndert. Mitte der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts ging eine anstrengende aufwendige aber auch sorgsame Restauration zu Ende. Die drei wichtigsten Kunstwerke wurden aufgefrischt. Es sind dies die Kanzel, die Orgel (├Ąu├čerlich) und besonders beeindruckend die bemalte Tonne, im wahrsten Sinne der "Himmel", mit seinen leuchtenden Sternen und seinen biblischen Figuren. Diese ganze Neufassung des Innenraums wurde in der alten Technik des Kreidegrundes wieder hergestellt. Dieser ist zwar sehr arbeitsintensiv und nur von K├Ânnern herzustellen, hat aber den Vorteil, da├č er nur langsam altert.

Ein besonderes Ereignis war die Auffindung der alten Seccomalereien an der Ostwand des Kirchenschiffes, sie stammen aus dem 1. Drittel des 1500. Jarhundert und waren ├╝berstrichen, und nun ein besonders kostbarer Kunstschatz unserer Kirche sind. Fig├╝rliche und ornamentale Malereien im fast Originalzustand. ├äu├čerst selten in unserer Gegend. Viele Menschen haben sich schon an unserer Kirche erfreut und kommen auch wegen der Kirche nach M├╝hlberg. Die G├Ąsteb├╝cher geben davon Zeugnis. Die Kirche ist t├Ąglich von 8:00 bis 18:00 Uhr ge├Âffnet. 

Kirch- und Orgelf├╝hrungen k├Ânnen bei

Pfarrer M├╝ller, Tel. : 036256 / 80726,
Pfarrer i.R. Rainer Schmidt, Tel.: 036256 / 32880 oder
in der Kulturscheune, Tel. : 036256 /22846  bestellt werden.

weitere Informationen

Die M├╝hlberger Orgel

Bis zum Th├╝hringer Orgelsommer 1997 wurde die Restaurierung der M├╝hlberger Volkland-Orgel abgeschlossen. Nachdem der barocke Orgelprospekt seit der Restaurierung der Kirche in der Mitte der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts im neuen Glanz erstrahlt, ist letztendlich auch das mechanische Instrument nun von Grund auf ├╝berholt worden. S├Ąmtliche Holz- und Metallpfeifen wurden ausgebaut. Risse in den Windkan├Ąlen verursachten Nebenger├Ąusche, die Metallpfeifen hatten die "Pest", die Gerbs├Ąure des eichenen Holzes hatte sie ├╝ber die Jahrhunderte hinweg angegriffen.

Gebaut wurde die Orgel 1729 von dem Erfurter Orgelbauer Franziscus Volkland. Das Jahr der Erbauung der Orgel wurde als kleines Rechenexempel in der Aufschrift des Orgelprospektes versteckt. Die Summe der gro├čen r├Âmischen Zahlen im Text gibt dieses Jahr an. Nach dem Zeitgeschmack des 19. Jahrhunderts wurde die Orgel von der Gothaer Orgelbaufamilie Hesse umgebaut und im ersten Weltkrieg wurden die Zinnpfeifen durch Zinkpfeifen ersetzt, da das Zinn der Waffenproduktion zugef├╝hrt wurde.

Seit der letzten gro├čen Restaurierung durch eine Waltersh├Ąuser Orgelbaufirma 1997 ist die Orgel mit ihren 2 Manualen und Pedal, 26 Registern, Zimbel und Glockenspiel wieder bei Konzerten und im Gottesdienst zu h├Âren. Wie Christel Schmidt, die seit ├╝ber zwanzig Jahren die M├╝hlberger K├Ânigin der Instrumente spielt, sch├Ątzten auch namhafte Organisten beim Th├╝ringer Orgelsommer die leicht spielbare Tastatur des Instruments.

 
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