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Sonntag, den 24.06.2018
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Der Jakobspilgerweg in Grabsleben



Namensgebend war Jakobus der Ältere. Er und sein Bruder Johannes gehörten zu den zwölf Aposteln Jesu Christi. Das Grab des Jakobus befindet sich in Santiago de Compostela in Spanien. Im Mittelalter wurde es neben Rom und Jerusalem zum dritten Hauptziel der christlichen Pilgerfahrt. Jakobus war missionarisch auf der iberischen Halbinsel tätig. Der Mönch Beatus von Liebana berichtete 776 erstmals über die bekehrende Wirkung seiner Predigten und nannte ihn Patron des Landes.

Der spanische Hauptweg „Camino de Santiago“/“Camino Francés“ ist der eigentliche Jakobsweg. Alle anderen Routen werden korrekt als „Wege der Jakobspilger“ bezeichnet. Der  ökumenische Pilgerweg im „Thüringer Burgenland Drei Gleichen“ orientiert sich am historischen Verlauf der mittelalterlichen Handelstraße Via Regia. Er führt über 450 Km von Görlitz nach Vacha. Eine gelbe Muschel auf blauem Grund ist Orientierungszeichen entlang des Pilgerweges. In der Ferndimension ist Santiago de Compostela das Ziel. Deshalb ist der Pilgerweg nur in eine Richtung von Ost nach West gekennzeichnet.

Wegbetreuer kümmern sich regelmäßig um die Pflege der Markierungen. Die Muschel verweist auf die Tradition der Jakobspilgerfahrt. Im 12. Jahrhundert wurde sie als Pilgerabzeichen aus Gagat oder Metall gefertigt und galt als Beweis, in Santiago de Compostela gewesen zu sein. Eine Legende berichtet, dass ein Ritter das Anlegen des Schiffes beobachtete, welches die Gebeine des Heiligen Jakobus an Bord hatte. Ihr wundersames Leuchten erschreckte das Pferd des Ritters und beide stürzten ins Wasser. Jakobusjünger retteten Mann und Pferd. Als man ihn aus dem Wasser zog, war der Körper des Ritters mit Jakobsmuscheln bedeckt. Die Jakobsmuschel war Erinnerungsstück, Gegenstand der Verehrung und hatte praktischen Nutzen als Trinkgefäß, das der Pilger an seiner Kleidung befestigte. So wurde sie zum Erkennungszeichen, das den Pilger vor Räubern und Wegelagerern schützen konnte.

Entlang des Weges der Jakobspilger gibt es zahlreiche Herbergseltern, die den Pilgern Speise, Trank und Unterkunft zu günstigen Konditionen gewähren. Diese Herbergen können nicht mit den üblichen Unterkünften in Pensionen und Hotels verglichen werden. Sie sind ganz auf das Klientel der Pilger ausgerichtet.

Besonderheiten auf dem Teil des ökumenischen Pilgerweges, der durch das „Thüringer Burgenland Drei Gleichen“ führt, sind einerseits die Verbindungen, die sich für Wanderungen per Rad oder zu Fuß in die Region mit ihren vielfältigen Schönheiten in Flora und Fauna ergeben und andererseits die geologischen Schaupunkte, die am Wegesrand erkundet werden können.

 
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