Herzlich Willkommen im Thringer Burgenland "Drei Gleichen"
Dienstag, den 19.06.2018
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Historie

Wilhelm bei Rhein , Graf von Ballenstedt, schenkte die Burg im 12. Jahrhundert dem Erzbischof Adalbert von Mainz, um sich dessen Hilfe gegen die Reichsgewalt zu versichern. Das Erzbistum belehnte die Grafen von Tonna, Vögte der Stadt und des Petersklosters Erfurt, mit der Burg Gleichen. Sie nannten sich fortan Grafen von Gleichen.

Viele Sagen und Legenden ranken sich um das alte Adelsgeschlecht. Die romantischste ist wohl die „Sage vom zweibeweibten Grafen“ aus der Zeit der Kreuzzüge. Dieser Graf von Gleichen soll in Gefangenschaft der Sarazenen geraten und zu schwerer Arbeit vielleicht sogar zum Tode verurteilt worden sein. Die Sultanstochter Melechsala verliebte sich in ihn und bat für ihn um Gnade, sodass er leichtere Arbeiten im wunderbaren Sultansgarten erledigen durfte. Dort konnten sich der Graf und die Sultanstochter auch unbehelligt treffen und Zukunftspläne schmieden. Melechsala wollte dem Grafen zur Flucht in die Heimat verhelfen, stellte jedoch die Bedingung, dass er sie als seine zweite Frau, wie im Orient üblich, mitnähme. Nach anfänglichem Zögern überwog beim Grafen das Heimweh und die beiden flohen zunächst nach Italien und dort, so erzählt die Sage, segnete der Papst beeindruckt vom Schicksal des Paares, die Zweitehe des Grafen; eine päpstliche Urkunde zur Doppelehe war jedoch bisher nicht auffindbar. Endlich in der Heimat angelangt,  wurden der Graf und die Sultanstochter im gräflichen Vorwerk freudig von der ersten Gattin des Grafen empfangen; an dieser Stelle entstand das Gasthaus „Freudenthal“, das heute noch den müden Wanderer empfängt und umsorgt. Der Graf und seine beiden Gattinnen lebten bis ans Ende ihrer Tage glücklich und in Eintracht. Ihr gemeinsames Grabmal ist im Erfurter Dom verewigt.

Das dreischläfrige Bett im Graf-Gleichen-Zimmer im Hotel nahe der Burg Gleichen lädt ein, die ungewöhnliche Situation nach-zuempfinden. Es ist eine korrekte Nachbildung des 1814 von den napoleonischen Truppen zerstörten originalen gräflichen Bettes.

Die aktuellen Geschicke der Burg Gleichen werden durch die Stiftung der „Thüringer Schlösser und Garten“ gelenkt. Die Burgruine lädt zum Besuch und Verweilen ein. Im Turmmuseum gibt es interessante Informationen zur Historie sowie zur Flora und Fauna der Region.

Die Burg Gleichen gehört zum EU-Projekt TRANSROMANICA, welches das kulturelle Erbe der Epoche der Romanik bewahrt, den historischen Alltag erschließt und die Bedeutung der Kirche für das individuelle und gesamtgesellschaftliche Leben im Mittelalter darlegt. Die TRANSROMANICA ist eine der europäischen Kulturrouten.

 
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