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Mittwoch, den 18.07.2018
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Historie

Bis zum heutigen Tag hat die Veste Wachsenburg eine wechselvolle Geschichte erlebt. Als stetiger Streitpunkt verschiedener Dynastien war sie einem mehrfachen Besitzer-wechsel unterworfen. Sie erlebte Zeiten als Schutzburg und Verwaltungszentrum, als Raubritterburg und sogar als Gefängnis.

Im Jahr 1525, während des Großen Deutschen Bauernkrieges sollte die Burg erstürmt werden. Dem Gothaer Superintendenten Friedrich Myconius ist zu verdanken, dass die Aufständischen  von der Zerstörung Abstand nahmen.

Im Verlauf des dreißigjährigen Krieg verfiel die Burg. 1651 begann Herzog Ernst der Fromme mit dem Wiederaufbau, dessen wichtigstes Ergebnis die Sicherung der Wasserversorgung war: ein 93 m tiefer Brunnen, noch heute mit dem alten Tretrad versehen, wurde geschachtet.

1859 hob man den militärischen Status auf. Seitdem ist die Burg für Besucher offen und wurde ein beliebtes Wanderziel.

1870 schrieb Gustav Freytag in seinem Zimmer im Nordflügel das „Nest der Zaunkönige“, Band 2 seines Romanzyklus’ „Die Ahnen“, und setzte damit der benachbarten Mühlburg ein literarisches Denkmal.

In der Zeit des Bismarckschen Sozialistengesetzes fanden hier drei geheime Parteitage der Thüringer Sozialdemokratischen Partei statt.

Das „Wachsenburg-Komitee“ setzte sich seit 1896 für die Erhaltung der Burg ein und zeichnete verantwortlich für die Einrichtung und Verwaltung der umfangreichen musealen Sammlungen. Der 1899 entstandene „Wachsenburgvererin“ pflegte „Sang und Sage“ der Burg.

Heute werden den Gästen der Veste Wachsenburg Kost und Logis geboten. Das Burgmuseum lädt zum Studium der Historie ein. Verliebte Pärchen können den schönsten Tag ihres Lebens auf der Veste Wachsenburg verbringen und sich in der Sankt Georg Kapelle im Erdgeschoss des Hohenloheturmes trauen lassen.

Die Veste Wachsenburg gehört zum EU-Projekt TRANSROMANICA, welches das kulturelle Erbe der Epoche der Romanik bewahrt, den historischen Alltag erschließt und die Bedeutung der Kirche für das individuelle und gesamtgesellschaftliche Leben im Mittelalter darlegt. Die TRANSROMANICA ist eine der europäischen Kulturrouten. In Deutschland haben sich Sachsen-Anhalt und Thüringen diesem Projekt angeschlossen. Außerdem gehören Kärnten in Österreich, die italienischen Provinzen Modena, Parma und Ferrara sowie Slowenien dazu.

 
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