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Samstag, den 21.07.2018
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Zur Geologie des Springs

Der Mühlberger Spring sitzt der Südwestrandstörung des Wachsenburg-Grabens, einem Teil der herzynisch streichenden Eichenburg-Gotha-Arnstadt-Saalfelder Störungszone auf.

Die Störungsbahn trennt die Hochscholle des Gosseler Muschelkalkplateaus im Süden von der nördlich gelegenen Tiefscholle des stark gestörten Grabensystems, in dem die Sedimente des Mittleren Keupers mit auslagbaren Gipslagern erhalten blieben und vor Abtragung infolge Tiefenlage geschützt waren.

Der Quellaustritt (298,8 m über NN) stellt einen fossilen Erdfall dar, der im Bereich der Störungsbahn durch Auslagerungsprozesse entstand. Der Erdfall ist etwa 6,5 Meter tief, oben 4 und unten 3 Meter breit. Aus einem hier vorhandenen weitem Spalt (im Dolomit des Unteren Keupers?) drängt das Grundwasser aus südöstlicher Richtung an.

Durch die Stauwirkung der im Wachsenburg-Graben verbreiteten Schichten des Mittleren Keupers (Tonsteine, Gips, Steinmergellagen) wird das Grundwasser zum Aufstieg gezwungen und fließt zum Weidbach ab, in den noch weitere kleine Nebenquellen einspeisen. Der Mühlberger Spring stellt eine Karsthöhlenquelle dar.

 
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