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Samstag, den 26.05.2018
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Der Spring



Im urkundlich wahrscheinlich zuallererst erwähnten Dorf Thüringens (704), in Mühlberg zu Füßen der Mühlburg, gibt es eine kristallhelle Karstquelle von wunderbarer Reinheit, "Spring" genannt. Ihr entquellen große Wassermengen, deren Herkunft unklar ist. Der Auftrieb des Wassers läßt hineingeworfene Geldmünzen pendelnd absinken und durch Eisenteile beschwerte Blumensträuße aufrecht im Wasser stehen. Nach längerem Verweilen im Quell zeigen sie Kalküberkrustungen.

All dies war Anlass zu sagenhaften Überlieferungen. Wenn man bei Sonnenschein in die kastenförmige Quellfassung hineinschaut, erglänzt alles darin, Pflanzen, Blumen und Steine, wie lauteres Gold und heller Smaragd. Bei den Einwohnern hieß es, eine Nixe wohne in der Quelle, die bisweilen sichbar geworden sei, am Quellrand sitzend ihre Haare flechtend. Der Spring friert selbst bei strengster Kälte nicht zu und ist immer, sommers wie winters, gleichmäßig 8 °C temperiert.

Kein Wunder, daß man annahm, er stünde irgendwie mit dem Jahreslauf im Zusammenhang, indem er mit den Tagen des Jahres regelmäßig zu- und abnehme. Bei Sturmwind höre die Zunahme auf, er falle aber auch nicht. Auch geht die Sage, dass der Spring vor alten Zeiten gestockt habe, wenn dem Ort ein Unglück bevorgestanden. Vornehmlich blieb die Quelle im Jahre 1536 aus, wo sie fünf Monate lang wasserleer war, auch 1535 zwei volle Monde, -Jahre in denen die streifenden Kriegsvölker den Ort beträchtlich schädigten. Auch 1672 stockte der Spring zweimal, und man hielt Betstunde an der Quelle und schloß sie in das Kirchengebet ein.

 
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