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Mittwoch, den 18.07.2018
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Evangelisch-Luhterische Kirche - Cobstädt




Mitten im Ortszentrum befindet sich, wie meißtens in Thüringen, die kleine Dorfkirche, die im frühen Barockstil erbaut wurde. Chor und Langhaus der Kirche bilden zusammen ein Rechteck von ca. 16 x 8 Metern. Der quadratische Westturm ist mit der Südseite bündig und springt gegen die Nordseite ein. Fenster und Türen sind unterschiedlicher Entstehungsdaten, die Spitzbogentür im Innern vom Langhaus zum Turm ist gotisch, während die Rundbogentür an der Ostseite entsprechend der über ihr eingemeißelten Jahreszahl von 1653 stammt. Das Kreisfenster an der Ostseite dürfte Rest eines romanischen Baues sein, während ein Flachbogenfenster weiter unterhalb an der Ostseite aus dem 18.Jahthundert stammt. 
 
Die ganze Nordseite und auch die Westseite sind fensterlos. Der Turm, welcher an der Ostseite oben die Jahreszahl 1581 zeigt, hat auf der Südseite neben neueren Rechteckfenstern im Erdgeschoß und im zweiten Obergeschoß, im dritten Obergeschoß große Rundbogenfenster aus dem 18. Jahrhundert. Den Kirchturm ziert eine Uhr, die Tag für Tag die viertel, halben und ganzen Stunden schlägt. 
 
Im Kirchinnern wurde der Raum mit einer Holztonne überspannt, die der Bautätigkeit des 17. Jahthunderts zuzuordnen ist. Die Kanzel ist eine Renaissancearbeit, ebenfalls aus dem 17. Jahrhundert, angebracht auf einem Pfeiler an der Südwand. An den Kanzelecken befinden sich kleine Säulen, unten und oben ist teilweise Schnitzwerk aufgelegt. Der Schalldeckel, der etwa von 1850 stammt, ist wie die Kanzel achteckieg und hat eine hübsche Krone. 
 
Außen an der Südmauer befindet sich ein Grabstein von etwa 1760, dessen Rückplatte als Schweifbogennische gefertigt wurde, deren Pilaster mit Blumengehängen besetzt sind. Auf den etwas vortretenden Sockeln befindet sich links ein Stundenglas, rechts ein Schädel. 
 
Vor der Nische steht ein Mann in der Magistertracht der damaligen Zeit, die rechte Hand vor der Brust haltend, in der linken, herabhängenden Hand trägt er Handschuhe
 
Ein anderer Grabstein, scheinbar aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammend, zeigt die Darstellung einer Bäuerin mit einem Wickelkind im Arm.

 
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