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Sonntag, den 19.11.2017
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Dreifaltigkeitskirche - Holzhausen




Reizvoll gelegen ist in Holzhausen die Dreifaltigkeitskiche. Um 1480 gegr├╝ndet wurde sie dem heiligen Wigbert geweiht. Bis dahin stand auf dem St. Annenberg eine runde Kapelle.

Nach der Reformation wurde die Kirche der heiligen Dreifaltigkeit geweiht.
Chor und Langhaus der Kirche  bilden zusammen ein Rechteck von 18 m L├Ąnge und 6,10 m Breite. Vor der S├╝dseite des Langhauses tritt der 3,50 m lange und 3,60 m breite Turm vor, rechts und links davon Anbauten als Vorbau bzw. f├╝r die Emporentreppe. Die Kirche ist fast doppelt so hoch wie lang. Ihr Turm misst stolze 39 Meter. Der Turm wurde 1818 aufgestockt und mit einer barocken Haube versehen.

Einige gotische Einzelheiten sind trotz Umbauten im 16./17. Jahrhundert erhalten geblieben, wie im Chor das gro├če Ostfenster hinter der Kanzel. Die Fensterreihe an der Nordseite ist j├╝ngeren Datums. Das klassizistische Fenster an der S├╝dseite stammt von 1818. Beim Einbau dieses Fensters wurde der Grabstein einer Dame von der Wachsenburg besch├Ądigt.

Im Inneren hat die Kirche eine tonnenf├Ârmige Holzdecke und Emporen in zwei Geschossen. Vor etwa 200 Jahren wurden diese zwei Emporen ├╝bereinander eingebaut. Sie gingen hinter der Kanzel herum. Auf der Nordseite sind die Konsolen, auf denen die obere Empore auflag, noch gut zu sehen. Bei der Instandsetzung 1974 bis 1977 wurde die obere Empore entfernt und die untere vorn gek├╝rzt, um den Altarraum lichter und ger├Ąumiger zu machen, so dass nun auch Konzertm├Âglichkeiten gegeben sind.

Der f├╝r Th├╝ringen typische evangelische Kanzelaltar stammt aus dem Rokoko und dr├╝ckt die Einheit von Wort und Sakrament aus. Er befindet  sich an der Wand, die den ├Âstlichen Chorteil vom Gemeinderaum trennt, an f├╝nf Seiten des Achtecks in den Altarraum vortretend. Die Fl├Ąchen wurden mit Schnitzwerk versehen, ebenso sind die Eckkonsolen gearbeitet. Der Taufschalentr├Ąger in Gestalt eines Engelsknaben ist ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert.

An Nord- und S├╝dwand befinden sich Grabsteine  mit betenden Frauengestalten von 1572 bzw. 1566.

Die Orgel wurde im Jahre 1788 von Johann Michael Hess (oder Hesse) gebaut.
Der Leuchter ist eine gusseiserne Arbeit aus der Gr├╝nderzeit.

1669 fertigte f├╝r die Holzh├Ąuser Kirche Hans Schatz aus Gotha eine Glocke, die den Spruch enthielt: ÔÇťGOTT HELF DASS NUN IM FRIED ICH RUFE FORT UND FORT DIE HOLTZHAUSER GEMEIND ZU SEINEM REINEN WORT.ÔÇť
Heute befinden sich in der Dreifaltigkeitskirche drei Stahlglocken, von 1922, wovon die gr├Â├čte jedoch nicht l├Ąutbar ist, da sie schon bald einen Sprung bekommen hatte.

Anfang der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts zeigte der Turm quadratmetergro├če L├Âcher, das Kirchendach war zerst├Ârt. Viele b├╝rokratische H├╝rden mussten genommen werden, bis 1974 der Turm endlich einger├╝stet werden konnte. Auch w├Ąhrend der Sanierung wurden die Arbeiten oftmals durch B├╝rokratie unterbrochen. Erst im Juli 1975 ging es an die Neuverschalung und Beschieferung des Kirchendaches. Dank vieler Christen der kleinen Gemeinde, die teils durch Spenden, teils durch unentgeltliche Eins├Ątze den Kirchenbau unterst├╝tzten, konnte 1977 zu Pfingsten die Kirchgemeinde mit vielen G├Ąsten ihr Gotteshaus wieder in Besitz nehmen.

 
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