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Dienstag, den 21.11.2017
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Veit Bach, Urahn und Stammvater des Geschlechts

ÔÇ×Vitus Bach, ein Wei├čbecker in Ungern, hat im 16ten seculo der lutherischen Religion halben aus Ungern entweichen m├╝ssen. Ist dannenhero, nachdem er seine G├╝ter, so viel es sich hat wollen thun lassen, zu Gelde gemacht, in Teutschland gezogen; und da er in Th├╝ringen genugsame Sicherheit vor die lutherische Religion gefunden, hat er sich in Wechmar, nahe bei Gotha niedergelassen, und seine Beckers Profession fortgetrieben. Er hat sein meistes Vergn├╝gen an einem Cythringen gehabt, welches er auch mit in die M├╝hle genommen und unter w├Ąhrendem Mahlen darauf gespielet. (Es mu├č doch h├╝bsch zusammen geklungen haben! Wiewohl er doch dabey den Tact sich hat imprimieren lernen.) Und dieses ist gleichsam der Anfang zur Musik bey seinen Nachkommen gewesen.ÔÇť So schrieb das musikalische Genie Johann Sebastion Bach ├╝ber Leben und Wirken seines Ururgro├čvaters im ÔÇ×Ursprung der musikalisch-bachischen Familie 1735ÔÇť.

Neuere Forschungen besagen, das bereits im 14. und 15. Jahrhundert weitverzweigte Bachfamilien in Th├╝ringen gelebt haben. So soll schon 1372 ein Gunther Bache in Georgenthal bei Wechmar gewohnt haben. Trotzdem geht die Bachforschung davon aus, dass die Urv├Ąter von Johann Sebastian aus Ungarn eingewandert sind. Es wird gemeinhin angenommen, dass Veit Bach in Ungarn geboren ist und auch dort geheiratet hat. Sein Sohn, Hans Bach, ist ebenfalls noch in Ungarn zur Welt gekommen. Bewiesen ist, dass um 1600 in Wechmar ein Veit Bach mit seinem Sohn Hans Bach, dem Musicus gelebt hat. Wahrscheinlich ist die Bach Familie zwischen 1590 und 1600 hier eingewandert und hat Heim und Arbeitsplatz beim B├Ącker Hein Ei├čer gefunden.

Die Mitglieder der Ei├čer Familie z├Ąhlten zu den fahrenden Spielleuten, die um 1590 bis 1600 in Wechmar Besitz erwarben, unter anderem eine Mahlm├╝hle. Vermutlich standen die Bachs mit ihren Gastgebern in verwandtschaftlichem Verh├Ąltnis. Am 4. Februar 1623 wird Margret, die Tochter Hans Bachs geboren. Ihre Patin ist Margret Ei├čer, die Frau von Hein. Am 23. Oktober 1624 tauft der ├Ąlteste Sohn Hein Ei├čers sein Neugeborenes auf den seltenen Namen Vitus. Wechmarer Kirchenb├╝cher zeigen keinen weiteren Vitus in Wechmars Geschichte auf. Vielleicht hat sich Heins Sohn an den Laute spielenden Ururgro├čvater Johann Sebastian Bachs erinnert.

1617 lie├č Hein Ei├čer ein neues Oberbackhaus bauen. Veit Bach konnte das noch miterleben, bevor er am ÔÇ×8.Martii 1619ÔÇť starb und am selben Tag begraben wurde.

 
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