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Sonntag, den 19.11.2017
Wandersleben MŘhlberg
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Sankt Petri Kirche - Wandersleben







Die 1143 erstmals erw├Ąhnte Kirche geh├Ârte vermutlich zu einem Doppelkloster, das lange vor der Reformation zerst├Ârt worden ist. Die Grundmauern der Kirche stammen aus der Romanik, sie k├Ânnte demnach zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert erbaut worden sein. Bei Untersuchungen fand man unter der Putzschicht kleine romanische Fenster, die in sp├Ąterer Zeit zugemauert worden waren. An das romanische Kirchenschiff schlie├čt sich eine fr├╝hgotische Erweiterung an. Der viereckige Westturm wurde erstmals 1593 urkundlich erw├Ąhnt. Um 1650 wurde das Oberteil des Kirchturmes umgebaut. Er hat ein achteckiges Oberteil mit Rundhelm und Laterne von 1671. 

Der Wanderslebener Kirchturm wurde vermutlich im 14. Jahrhundert errichtet. Er steht auf den romanischen Mauern des ersten Kirchturmes des Dorfes. Jetzt wurde eine romanische Pforte aus dem 12./13. Jahrhundert entdeckt, die zur Kirche f├╝hrte. Der historische Kirchturm weist starke Sch├Ąden auf. Schon vor 20 Jahren sollte er saniert werden. 1972 war die Turmspitze zwar neu geschiefert worden, das Geb├Ąlk wurde jedoch nur notd├╝rftig ausgebessert. Dem Verfall wurde so keine Grenze gesetzt, das undichte Dach tat noch ein ├╝briges, so da├č die Einsturzgefahr immer akuter wurde. Kirche und Kommune wollen nun, gemeisam mit dem sich im Sp├Ątherbst 1996 gegr├╝ndetem "Freundeskreis Wanderslebener Kirchturm", den Turm retten. Die Sanierung des Turmes wird etwa 300.000 DM erfordern. 

Inzwischen ist der Turm einger├╝stet, am 18. Juni 1997 wurde unter Glockengel├Ąut und vielen Zuschauern Knopf und Wetterfahne von der Kirchturmspitze abgenommen. Letztmals war die Kugel im Jahre 1931 abgenommen worden, was aus den im Turmknopf hinterlegten Schriften hervorging. W├Ąhrend die Dokumente aus der Wanderslebener Geschichte ausgewertet werden, sanieren Zimmerleute und Dachdecker den Kirchturm, der inzwischen schon zum Nistplatz f├╝r Falken geworden war, welche eifrig ihre sechs Jungen im Turm versorgten. 

Die barocke Innenausstattung der St. Petri Kirche wird dominiert von der aus der Bach-Zeit stammenden, leider heute sehr restaurierungsbed├╝rftigen Schr├Âter-Orgel und von dem Annen-Altar, einem holzgeschnitzten Fl├╝gelaltar eines unbekannten Meisters. Dieser bewundernswerte, in seinen nicht biblischen Motiven nur sehr selten zu findende Altar, hat seinen Platz in der St. Petri Kirche seit dem Ende des vorigen Jahrhunderts. Zuvor stand er sogar mehrere Jahre im Erfuter Stadtmuseum. 

Wertvolle Grabsteine aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, darunter auch solche des gr├Ąflichen Geschlechts derer von Gleichen, stehen an den Au├čenw├Ąnden der St. Petri Kirche.

 
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